JESUS NIGHT
am 16.01.1998 (Ina und Holger)
Beweise mir Gott


Ina:BEWEISE MIR GOTT steht auf unseren Flyern. Kann man Gott wirklich beweisen? Ist er für uns greifbar? Darüber wollen wir heute mit Euch reden.

Schwierig wird ein Beweis schon dadurch, daß wir uns nicht einigen können wer Gott eigentlich ist. Wenn wir jetzt eine Umfrage starten würden, hätte jeder sicher sein eigenes Bild von Gott. Einige dieser Bilder möchte ich vorstellen.

Ist es so, wie eben im Anspiel gesehen? Rennt da einer durch die Gegend und jeder, der ihn sieht ruft: ,, Hey, das ist er. Das ist Gott"? Wohl kaum.

Fragen, nur FragenAlso, wer oder was ist Gott?

Da gibt es zunächst die Ansicht, Gott wäre ein Allmächtiger Himmelspolizist: Er sitzt da und paßt auf. Wenn etwas schiefgeht pfeift er Dich zurück. Wie beim Monopoli - zurück an den Start ohne Belohnung, Abgerechnet wird dann später. Sozusagen ein überirdischer Spielverderber. Grad denkst Du, es fängt an Dir Spaß zu machen, kommt schon die Abfuhr von oben wie ein Eimer eiskaltes Wasser

Auch weit verbreitet ist die Vorstellung von Gott als Marionettenspieler: Er lenkt uns an seidenen aber starken Fäden. Zunächst läßt er uns machen, was wir für richtig halten, doch wenn ihm was nicht paßt - ein Ruck - und die Leine wird eingeholt.

Manche meinen Gott hätte nur die Funktion eines Airbag / Luftkissen: Gott hat immer für Dich da zu sein. Er fängt Dich auf, wenn Du fällst. Sorgt dafür, daß die Landung immer weich ist. Nach Möglichkeit muß er Dich nach dem Fall noch ein ganzes Stück höher hinauf katapultieren.

Dazu gehört natürlich auch Gott als Sündenbock: das ist Gott immer, wenn der Airbag versagt hat. Schließlich brauchen wir jemanden, der Schuld hat, wenn sonst niemand dafür da ist. Am Ende haben wir sonst noch selbst Schuld.

Für den Großteil der Menschen ist er auch einfach G.O.T.T.: Ein Guter Opa Total Taub. Etwas verstaubt sitzt er auf seiner Wolke und spielt mit Engelchen. Gutmütig lächelnd kriegt er sonst nichts mehr davon mit, was um ihn so läuft. Wäre er hier unter uns, würden sicherlich einige überlegen, ob man den Greis nicht ins Altersheim abschieben sollte.

In dieser Art könnte ich sicherlich noch Stunden weitermachen. Aber lohnt sich der ganze Aufwand? Kommen wir so zum Ziel? Ist Gott wirklich greifbar oder driften wir da nicht irgendwie in eine völlig falsche Richtung ab?

Tja, wenn's doch nur so einfach wäre mit der Einordnung von Gott in die eine oder andere Kategorie. Wenn man sagen könnte: ,, Das ist Gott. Genau dies. Für alle und jeden überall. Man könnte Gott oder zumindest eine Abbildung von ihm überall hin mitnehmen. Die Kirche könnte Souvenirs von ihm verkaufen. Was für Marktmöglichkeiten gäbe das? Aber leider funktioniert das nicht so. Es gibt eben nicht Gott, den Himmelspolizisten oder Gott, den guten alten Mann. Gott ist Alles und Nichts von dem. Für jeden anders - aber für alle da. Und trotzdem haben wir alle unsere Vorstellung, wie wir Gott sehen wollen. Der eine mehr, der andere weniger. Warum nur?

Unser Lieblingsbuch (die Bibel) sagt dazu im zweiten Buch Mose:


Fertige Dir kein Gottesbild an.
Mach Dir auch kein Abbild von irgend etwas
im Himmel, auf der Erde oder im Meer.

Da steht es also. Wir sollen uns gar kein Bild von Gott machen. Er ist ohnehin für uns nicht greifbar. Wer an Gott glaubt, hat IHN im Herzen. Es ist nicht nötig ein Bild von Ihm zu haben. Am besten wird es also sein, Ihr vergeßt alles was ich Euch gerade erzählt habe. All diese bildhaften Vorstellungen. Es lohnt sich nicht.

BEWEISE MIR GOTT

Hier muß der Beweis sein
Holger: Na Super. Da habe ich gedacht ich kann es mir einfach machen. Ich suche einfach eine möglichst bequeme Variante von Gott für Euch heraus und das war es dann. Sehr bequem, ein richtiger Kuschelgott. Nichts unbequemes, dann fragt auch keiner nach Beweis.

Und jetzt das: Ihr sollt Euch kein Bildnis machen von Eurem Gott. O.K. Das sehe ich ein. Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde ist viel zu groß, um ihn als Mensch begreifen zu können.

Aber ich stehe natürlich immer noch da mit der Frage: Kann man Gott beweisen. Ich erzähle Euch am besten erst mal, warum wir uns in dieser Jesusnight mit dieser Frage beschäftigen.

Immer wieder begegnen mir Menschen, die an Gott glauben würden, wenn ich Ihnen beweisen könnte, das es Ihn gibt. Wenn er ihnen mal eben einen kurzen Brief schreiben würde. Wenn er sich die Zeit nehmen würde bei ihnen im Wohnzimmer aufzutauchen oder mit ihnen zusammen im Bus fahren würde.

QED Ganz oft höre ich solche, oder zumindest ähnliche, Argumente. Wir leben in einer Zeit, die stark von der Naturwissenschaft geprägt ist. In ihr gilt nur, was bewiesen werden kann. Wir alle sind mittlerweile davon sehr stark abhängig geworden. "Gott? Hab´ ich noch nie im Fernsehen gesehen, kann es also gar nicht geben." "Ich glaube ja auch nicht was in der Bildzeitung steht"

All diesen "Beweisen" ist eines gemeinsam. Sie alle verlangen, daß Gott sich uns beweist. Er soll sich gefälligst vorstellen. Wenn er es nicht nötig hat bei mir vorbeizukommen, dann hat sich die Sache wohl erledigt. Wird nicht so wichtig sein. Da bleibe ich doch lieber Zuhause und genieße das Fernsehprogramm.

Jetzt ist es aber genug! Von wem reden wir hier eigentlich von Gott, dem Allmächtigem, dem der das Universum erschaffen hat. Der soll vorbeikommen und sich vorstellen wie ein Staubsaugervertreter? Das kann doch nicht Ernst sein. An solch einen Gott will und kann ich nicht glauben. Wer denkt denn, daß so etwas wirklich klappt? Und selbst wenn es so währe, würden wir IHM glauben? Stell euch vor morgen abend klingelt es an eurer Haustüre und eine Gestalt reicht euch ihre Visitenkarte: Gott, der Allmächtige. Das wär's dann? Dann endlich sind wir alle zufrieden? Lächerlich! Wer nicht an Gott glaube will ist auch dann nicht überzeugt.

Gott ist eben nicht die kleine Plastikfigur, die sich bequem aus der Tasche ziehen läßt wenn man ihn zum Beweisen braucht. Plastikfiguren lassen sich ja auch schnell wieder wegstecken wenn man von Ihnen Genug hat. So ist Gott nicht. Er ist immer da, wir können Ihn nie wegstecken, wenn er uns nicht paßt. Wir können ihn auch nicht vorzeigen wie es uns gefällt. Man kann Gott nur erkennen, wenn man anschließend auch bereit ist, die Konsequenzen zu tragen. Nicht umsonst sagen wir die Jesus Night ist lebensgefährlich. Sie kann unser Leben ändern. Nämlich genau dann, wenn wir Gott als Herrscher anerkennen und seine Herrschaft in unserem Leben zulassen.

Aber zurück zu der Frage: Ist Gott beweisbar? Mal ganz ehrlich. Ist uns Gott wirklich noch nie begegnet? Gab es kein Zeichen, ein Kribbeln im Bauch, das Gefühl geborgen zu sein? Und wenn es so war, haben wir es nicht längst wieder verdrängt? Es ist doch viel zu unbequem. Beweise mir Gott. Los komm schon. Wo ist dein Beweis?

Und noch eine Frage habe ich an Euch: Wenn Wir in ein Rockkonzert oder auf eine Fete geht, können wir beweisen das sie gut ist? Nein, das können wir erst, wenn wir dort sind. Wir können Menschen fragen, die schon dort waren. wenn die sagen es ist spitze, dann glauben wir ihnen. WIR GLAUBEN ES. Ganz ohne Beweis. Können wir dann nicht viel einfacher all den Menschen glauben die sagen klar gibt es Gott. Es ist spitze sich auf IHN zu verlassen. Er hat das Universum geschaffen und trotzdem hat er auch Zeit für uns. Wir müssen nur glauben.

Genauso geht es uns im Winter, wenn die Seen zufrieren. Viele von uns gehen dann Schlittschuhlaufen. Auf dem Eis sind bereits Andere und laufen. Das Eis trägt rufen sie uns zu. Aber diese Rufe reichen nicht als Beweis. Nur wenn wir es selbst ausprobieren werden wir wissen, ob es auch uns trägt. Wir glauben den anderen und gehen aufs Eis. Es trägt. Genauso rufe ich euch jetzt zu: "Los kommt, macht mit, glaubt an das, was Jesus uns versprochen hat. Ihr müßt es nur ausprobieren. Der Glaube trägt. Wer nicht aufs Eis kommt, steht immer am Rande und wird nie wissen wie es ist.

So einfach ist das. Glaubt und probiert es aus. Ihr werdet sehen, daß ich Recht habe. Vertraut auf Gott, dann braucht ihr keinen anderen Beweis.

Jesus selbst sagt zu seinen Jüngern (Lukas 17,5):

Wenn euer Vertrauen auch nur so groß ist wie ein Senfkorn,
dann könnt ihr zu dem Maulbeerbaum dort sagen:
Zieh deine Wurzeln aus der Erde und verpflanze dich ins Meer!,
und er wird euch gehorchen.«

Laßt uns Vertrauen haben so groß wie ein Senfkorn. Laßt uns Anderen zeigen wie es ist, an Gott zu glauben.

Amen


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20.01.98 (Update 25.01.98) Holger Böttcher