Aberglaube

Jesus-Night vom Freitag, den 13. Juni 1997
Gesa Lietzmann

Aberglaube erleichtert!

So ähnlich stand es vor ein paar Wochen in unserer hiesigen Regionalzeitung. Dort hatte Aberglaube um 92.000 DM erleichtert. Ein 14-jähriges Mädchen in Rußland hatte einer Schwindlerin für das Weghexen eines bösen Blickes diese riesige Summe bezahlen müssen.

Ein paar Tage vor dieser Zeitungsnotiz stand - ebenfalls in unserer Zeitung - ein Bericht, daß niemand so abergläubisch sei wie das russische Volk. Einige Verhaltensregeln sind dort zum Beispiel:

  • eine geleerte Flasche auf dem Tisch stehen zu lassen würde Unglück heraufbeschwören.
  • Händeschütteln oder Küssen über eine Schwelle hinweg führt zum Strei.t
  • genauso wie das Ausleihen von Salz beim Nachbarn, ohne ihm dafür symbolisch zu bezahlen.
  • Wer innerhalb geschlossener Räume pfeift, dem könnte sein Geld schnell flötengehen.
  • Beim Auskippen eines Mülleimers sollte ein bißchen Müll übrigbleiben, denn jemandem mit einem leeren Eimer zu begegnen - darauf wird auch geachtet - würde ihm den Tag vermiesen.
  • Jedoch ist auch in Deutschland der Aberglaube sehr verbreitet.

    "Toi, toi, toi" z. b. soll Glück bringen. "Toi" ist jedoch eine Abkürzung für Teufel, und somit ruft man den Satan an, daß er einem helfe. Auch Daumendrücken könnte man als Aberglaube bezeichnen. Warum sollen einem die eingequetschten Daumen der Freunde helfen, im Mathe-Test eine gute Note zu schreiben. Ich denke, Beten hilft um einiges mehr.

    Bei einer Umfrage meines Religionskurses unter Bekannten war nur ein geringer Teil der Erwachsenen abergläubisch, jedoch bestimmt über 50% der Kinder. Viele Jugendliche und Erwachsene geben ihren Aberglauben einfach nicht zu. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute morgens ihr Horoskop lesen und danach handeln. Ich denke, eine Menge.
    Bei einer Zeitschrift (ich glaube, es war der "Stern") kam mal heraus, daß sich morgens die Auszubildenden und Praktikanten hinsetzen und sich irgendetwas "Nettes" zum Horoskop ausdenken sollten. Nach diesem Blub und Bla regeln dann - wohl sogar gebildete - Leute ihren Tagesablauf.

    Aberglaube wird auch beim Häuserbau praktiziert. So gibt es in vielen Hochhäusern keinen 13. Stock (auf den 12. folgt der 14.) und in manchen Hotels kein Zimmer mit der Nummer 13. Ihr seht, es gibt in jeder Lebenslage eine Verhaltensregel. Was ich besonders beängstigend finde ist, daß es 10.000 Regeln gibt mit nur negativen Auswirkungen; es gibt keine mit positiven Auswirkungen. Man muß sich also ständig Sorgen machen, daß man etwas falsch macht.

    Dabei schreibt Petrus in seinem 1. Brief: "Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!" (Kapitel 5, Vers 7).

    Ebenso heißt es in Psalm 55: "Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen" (Vers 23a).

    Wir brauchen uns also um nichts zu kümmern, schon gar nicht, ob wir mit einem halbvollen Mülleimer durch die Gegend laufen. Gott hat mit uns Wichtigeres vor. Deswegen sollen wir uns von unseren Sorgen frei machen und uns ihm anvertrauen. So erhält unser Leben eine neue, sinnvolle Richtung.

    Ach, übrigens:

    Ist jemand an göttlichen Verhaltensregeln interessiert, so empfehle ich ihm dieses Buch:

    Die BIBEL!


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    Created 19.08.97 Holger Böttcher (Update 25.01.98)